von Carl Zuckmayer

Der Hauptmann von Köpenick

 

Die Handlung beruht auf wahren Ereignissen, die sich Ende der 1890er Jahre bis 1906 in Berlin ereigneten.

1. Akt: Garde-Hauptmann von Schlettow, lässt sich im Uniformladen des Schneiders Adolf Wormser einen neuen Uniformrock anmessen, als der gerade aus der Haft entlassene Sträfling Wilhelm Voigt hereinschaut. Der ungepflegt aussehende Mann will nach Arbeit fragen, wird aber hinausgeworfen. Nachdem Voigt auch in der aufkommenden Schuhindustrie aufgrund fehlender
Aufenthaltserlaubnis keinen Arbeitsplatz findet, ihm jene aber auf dem Potsdamer Polizeirevier ohne Arbeitsplatznachweis verweigert wird, sieht sich Voigt in der Zwickmühle. Im Café National trifft sich Wilhelm Voigt mit Kalle, einem anderen Ex-Sträfling, und entwickelt die Idee, ins Polizeirevier einzubrechen, um seine Personalakte zu vernichten. Dabei muss er miterleben, wie Hauptmann von Schlettow in Zivil in ein Handgemenge mit einem betrunkenen Garde-Grenadier verwickelt wird. In Folge dieses öffentlichen Skandals quittiert von Schlettow seinen Dienst. Die neue Uniform landet in Kommission beim Schneider. Aus der Zeitung erfahren wir, dass der Einbruch ins Polizeirevier misslang.

Der Hauptmann von Köpenick Foto: Frank Wunderratsch

2. Akt: 10 Jahre später. Erneut aus der Haft entlassen, findet Wilhelm Voigt Unterschlupf bei seiner Schwester in Rixdorf. Obwohl er sich dort einlebt und sich u.a. um eine an Tuberkulose erkrankte junge Frau kümmert, muss er das Stadtviertel auf behördliche Anordnung verlassen. Die Uniform, die sich zwischenzeitlich im Besitz des zum Bürgermeister aufgestiegenen Dr. Obermüller befand, landet zunächst als Maskerade auf einer Tanzveranstaltung und anschließend beim Trödler.

3. Akt: Wilhelm Voigt ersteht die alte Uniform. Er gibt sich als Hauptmann aus, zwingt ein Soldatenregiment unter sein Kommando, nimmt im Rathaus den Bürgermeister von Köpenick gefangen und lässt sich die Stadtkasse aushändigen. Einen Pass findet er nicht. In den folgenden Tagen und Wochen amüsiert sich Berlin über diesen als „Köpenickiade“ in die Geschichte eingegangenen Vorfall. Die Polizei ist ratlos, bis sich der Schuster freiwillig stellt. Sein offenes Geständnis bringt ihm endlich den ersehnten Pass. Der Schuster Wilhelm Voigt wird zum Volkshelden.

Inszenierung: Stefan Haufe

 

Termine:

Mittwoch 26.06.2019 20.00 Uhr
Samstag 29.06.2019 18.00 Uhr
Freitag 05.07.2019 20.30 Uhr
Samstag 06.07.2019 20.30 Uhr
Donnerstag 11.07.2019 20.30 Uhr
Freitag 12.07.2019 20.30 Uhr
Samstag 13.07.2019 20.30 Uhr
Freitag 19.07.2019 20.30 Uhr
Freitag 26.07.2019 20.30 Uhr
Samstag 27.07.2019 20.30 Uhr
Donnerstag 01.08.2019 20.30 Uhr
Samstag 10.08.2019 20:30 Uhr
Sonntag 11.08.2019 18:00 Uhr

 

Besetzung:

Inszenierung

Stefan Haufe

Wilhelm Voigt

Gregor Nöllen

Hauptmann von Schlettow
Wachtmeister Kilian u.a.

Dennis Pfuhl

Alfred Wormser
Schneider
Dr. Obermüller
Bürgermeister u.a.

Klaus Meile

Zuschneider Wabschke
Dr. Jellinek u.a.

Tom Ohnerast

Paul Kallenberg
Friedrich Hoprecht u.a.

Gabriel Stohler Mauch

Plörösenmieze
Fr. Mathilde Obermüller u.a.

Stefanie Masnik

Marie Hoprecht
Landwirt Wendrowitz u.a.

Susanne Rösch

Trunkener Grenadier
Bulcke u.a.

Thomas Ziegelhöfer

Stadtkämmerer Rosencrantz
Gefängnisdirektor u.a.

Thomas Hauptmann

Das kranke Mädchen Ida Ricupero / Maria Birnstiel
Fanny
Dienstmädchen
Maria Birnstiel / Lia-Marie Tremel

Arbeitssuchender
Aufseher u.a.

Frank Endrich

 


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